Remos G3 Mirage

Remos G3 Mirage / GX / GXNXT

Die Remos G3 Mirage wurde Ende der 90er Jahre in Pasewalk entwickelt und hatte 1997 ihre Erstflug. Sie war damit eines der ersten Ultraleichtflugzeuge, die nicht auf Basis einer klassischen Rohr-Tuch-Konstruktion basierte, sondern aus GFK mit bespannten Tragflächen hergestellt wurde.

Durch das niedrige Armaturenbrett bietet die Remos G3 dem Piloten eine hervorragende Sicht. Die Schalensitze sind einfach, aber bequem und bieten zu allen Seiten genügend Bewegungsfreiheit. Wer eine Cessna 152 gewohnt ist, dem kommt der Innenraum geradezu riesig vor!

Die großen Flügeltüren ermöglichen einen bequemen Einstieg, zudem lassen sie sich für Fotoflüge leicht herausnehmen. Für das Gepäck ist leider nur ein sehr kleiner Kofferraum vorgesehen – wobei die Beschränkung auf 472,5kg sowieso nur Handgepäck erlaubt.

Remos G3 Armaturen
Die Ausstattung ist eher spartanisch.

Die abgestrebten bespannten Tragflächen lassen sich innerhalb weniger Minuten umklappen. Dadurch kann die Remos auch platzsparend im Hänger untergebracht werden. Mit einer Gleitzahl von 1:15 ist die Remos fast schon ein kleiner Motorsegler, laut Handbuch darf der Motor sogar während eines Fluges abgestellt werden. Die maximale Seitenwindkomponente beträgt stolze 15 kts – die Cessna 152 kommt nur auf 12!

Neben dem privaten Flugvergnügen dient die Remos G3 vor allem auch dem Schlepp von Segelflugzeugen und Banners sowie der Pilotenausbildung. Mit ihrem 100 PS Rotax-Motor wirkt die Remos fast schon übermotorisiert. Nach nicht einmal 150m ist sie in der Luft, bei ruhigem Wetter ist eine Geschwindigkeit von 200 km/h möglich – wobei der Pilot dabei gut aufpassen muss, denn der rote Bereich beginnt schon bei Tempo 220.

2007 wurde die Nachfolgerin Remos GX vorgestellt, die 2011 zur Remox GXNXT weiterentwickelt wurde. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde auf 249 km/h erhöht. Zur Serienausstattung gehörte ein serienmäßiges 7′ Glascockpit des Herstellers Dynon inklusive Transponder, einem 8,33khz Funkgerät von Garmin, ein Intercom und sowie ein area500 GPS.  Auf Wunsch kann die Ausstattung um ein zweites Panel ergänzt werden, auch eine Lederausstattung und verschiedene Dekore sind erhältlich. Damit war die Remos GXNXT endgültig in der ultraleichten Luxusklasse angekommen – und mit 130,000€ alles andere als billig.

Wer es etwas preiswerter haben wollte, dem war die abgespeckte Variante GXeLite empfohlen. Mit 80PS Rotax-Motor und abgespechter Avionik war sie 2014 schon ab 116.240€ erhältlich – und für ein Ultraleichtflugzeug immer noch sehr teuer.

2014 musste die Remos Aircraft GmbH Insolvenz anmelden und wurde wenig später von dem Hauptanteilseigner des Waffenherstellers Heckler & Koch gekauft. Seitdem firmiert das Unternehmen unter dem Namen REMOS AG.

Datenblatt Remos G3 Mirage / GXNXT

Abmessungen Spannweite Länge Höhe Kabinenbreite
9,80m /9,32 m 6,47 m 2,30 m 1,19 m
Hersteller REMOS AG (DE), my-remos.de
Varianten G3 Mirage GXNXT
Motor Rotax 912 UL/ULS ROTAX 912 ULS
Leistung 80/100 PS 100 PS
V(stall) 63 km/h 72 km/h
V(NE) 220 km/h 249 km/h
V(Reise) 180 km/h 180 km/h
Startrollstrecke 100 m 88 m
Steigleistung 6,5 m/s 6,5 m/s
Verbrauch (Reise) 14,0 l/h 18,4 l/h
Reichweite (Reise) 864 km 774 km
Leergewicht 295 kg > 290 kg
Zuladung 183 kg 188 kg
Neupreis Ab €128.812,74

Die Remos GX für den PC

Für FSX und Prepar3d ist mir keine Implementierung bekannt, es gibt jedoch eine gute Freeware für X-Plane 10 unter der folgenden Url: http://forums.x-plane.org/index.php?app=downloads&showfile=18013

Remos Handbücher

Handbuch für die Remos GXNXT

Handbuch für die Remos G3 – 600

Oder lieber einen Tiefdecker?
Wie wärs mit dem Eurostar Evektor 97 mit Glaskuppel?

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