Bilder einer vernachlässigten Rockwell Commander 112/114

Rockwell Commander 112/114

Die Rockwell Commander 112/114 ist ein gut motorisierter viersitziger Tiefdecker. Er wurde in den 70er Jahren von dem amerikanischen Mischkonzern „Rockwell“ hergestellt, genaugenommen von 1972 bis 1980. Der Konzern war in der Vergangenheit unter anderem für das Design berühmter Kampfflugzeuge wie der P-51 Mustang, der F-86 Sabre und der F-100 Super Sabre verantwortlich.

Die Commander war so konfiguriert, dass ihre Tragflächen möglichst viel Auftrieb bei einem möglichst geringen Widerstand boten. Sie sollte schnell fliegen können, aber trotzdem auch auf kurzen Pisten starten und landen können. Darüber hinaus sollte die eine stabile Platform für den Instrumentenflug darstellen.

Von der Commander gab es drei verschiedene Varianten: Die 112 war mit dem Vierzylindermotor IO-360 von Lycoming ausgestattet, der rund 200PS leistete. In der Mitte gab es eine 210 PS starke Turbovariante namens 112TC. Im Topmodell „Commander 114“ sorgte hingegen ein Sechszylinder vom Typ Lycoming IO-540 mit 260 PS für Vortrieb. Von einer Einstiegsvariante 111 mit Festfahrwerk entstanden nur zwei Prototypen. Im letzten Modelljahr wurden die Bezeichnungen in „Alpine Commander“ (112TC) und „Gran Turismo Commander“ (114) geändert.

Die Rockwell Commander gehört zu den Privatflugzeugen, bei deren Entwicklung besonders auf einen guten Passagierkomfort wert gelegt wurde. Die Kabine gehört zu den größten und komfortabelsten in der Echo-Klasse. Im Gegensatz zu den Konkurrenzmodellen von Piper und Mooney verfügt die Commander über zwei Türen, die den Einstieg deutlich erleichtern. Natürlich ist die Commander durch ihre Breite einige Knoten langsamer als eine Piper Turbo Arrow, aber dafür steigt man einige Minuten später am Ziel deutlich entspannter wieder aus.

Da die Firma Rockwell eher in der Business-Klasse aktiv war gelang es ihr nicht, die Commander so zu vermarkten, wie es ihr gebührte. 1981 wurden die Rechte an die für Ihre Business Jets bekannte Firma „Gulfstream“ verkauft, die mit dem Entwurf allerdings ebenfalls nicht viel anfangen konnten. 1988 gründete Randall Green die Firma „Commander Aircraft“, um existierende Flugzeuge zu warten. Er erwarb auch die Rechte zur Herstellung einer neuen Serie und legte das Modell wieder auf. Unter der Bezeichnung 114B entstanden zwischen 1992 und 2002 rund 200 Exemplare, bis die Produktion aufgegeben werden musste.

Von einer neuen „Commander Premier Aircraft Corporation“ wurden zumindest noch Ersatzteile gefertigt. 2008 gab es Überlegungen, die Commander Serie unter den Ziffern 115 TC und 115 AT neu zu beleben. Leider wurde das Projekt wegen der Finanzkrise 2012 wieder auf Eis gelegt. Schade.

Rockwell Commander Datenblatt

Abmessungen Spannweite Länge Höhe Kabinenbreite
9,98-10,85 m 7,63 m 2,57 m – m
Hersteller Rockwell
Varianten 112 112 TC 114
Stückzahl 445 268 501
Motor Lycoming
O-360
Lycoming
TO-360-C1A6D
Lycoming
IO-540-T4A5F
Leistung 200 PS 210 PS 260 PS
V(stall) KCAS 54 KCAS – KCAS
V(Reise) 135 KTAS 163 KTAS 157 KTAS
Startrollstrecke 1.585 ft 1.780ft 750ft
Steigleistung 880 ft/min 914m/s 1.088 ft/min
Dienstgipfelhöhe 15.200 ft 20.000 ft 17.400 ft
Verbrauch 13,2 gph 60 l/h
Reichweite 1.085 km 1.231 km 1.355 km
Leergewicht 804 kg 1,843 pound 939 kg
Zuladung 474 kg – kg 520 kg
Neupreis

 

 

 

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